BRAT – Drogen und die Popkultur

BRAT – Drogen und die Popkultur

2024 war DAS Jahr für die Internet- und Popkultur. Charli XCX feierte ein absolut erfolgreiches Comeback mit dem Ablum BRAT. Eine Sache die dabei besonders auffiel, war das recht positive und fröhliche Image von Drogen, dass vor allem in dem Lied 365 erwähnt wurde.

Das Drogen in Pop-Songs vorkommen ist an sich nichts neues, zum Beispiel handelt fast jeder zweite Pop-Song von Drogenkonsum. Selten hat jedoch ein Lied, dass diesen Lifestyle verkörpert, so polarisiert. Es geht vor allem um Kokain, worüber bei 365 mit der Line „bumpinˋ that“ gesungen wird.

Kokain, auch Koks oder Schnee genannt, ist eine Droge die bei Einnahme Glücksgefühle hervorruft, den/die Einnehmer/in überschwänglich redselig und kontaktfreudig macht, sowie ein Gefühl von Allmächtigkeit verleiht. Eine hohe Dosis kann sogar halluzinogen wirken.

Aufgrund dieser Effekt nehmen etliche Sänger/innen, Models und Künstler diese Droge ein. Laut des Suchtforschers und Psychologen Michael Klein würden Musiker/innen Kokain konsuierem um den Stresspegel zu reduzieren, da sie oft an Verssagensängste, Anspannung und Nervösität leiden. Danach wären die positiven Gefühle übersteigert, der Stress reduziert und die eigene Leistung erhöht. Hierbei spielt oft die Suche nach Perfektion eine Rolle. Es kann aber auch an daran liegen, dass man dazu gehören möchte. Sollte man keine Drogen konsumieren, könnte man langweilig oder unkreativ genannt werden.

Unter anderem wurde die Droge auch als Glamour-Droge bezeichent, da sie zum einen sehr teuer ist (71€ pro eine Gramm), aber auch in den 1920er Jahren an viel Popularität in der sehr glamourösen Nachtszene gewann.

Durch Lieder und die Offenheit über die Droge wird sie immer weiter normalisiert oder sogar verherrlicht. Dabei darf man aber natürlich nicht die negativen Effekte von der Einnahme vergessen. Zum einen macht Kokain schnell physisch und psychisch abhängig, zum anderen hinterlässt es auch weiter körperliche Schaden. Darunter Krampfanfälle, Schlaganfälle, Herzrythmusstörungen, Herzinfakte und Depressionen.

Vor allem für junge Menschen die sich gerade entdecken, könnten solche Lieder gefährlich sein, da sie durch die positive Darstellung neugierig werden und es dann selber ausprobieren wollen. Auch für ehemalige Suchtkranke stellen diese Lieder hohe Rückfallsrisiken dar.

Solltet ihr Probleme mit dem Thema haben könnt ihr euch an diese Nummer wenden:

01806 313031

oder an diese Website:

https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis

Für Angehörige von Suchterkrankten: 06062 / 607 67

Anic Wappler

Foto: „Paper currency and cocaine on table“ von Marco Verch via ccnull.de, CC-BY 2.0

Quellen: https://www.stayfreeradioip.com/post/charli-xcx-365-featuring-shygirl-meaning-and-review https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/sucht/drogen-in-der-popkultur/ https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/sucht/heroin-kokain/kokain-wirkung.html https://www.tk.de/techniker/krankheit-und-behandlungen/erkrankungen/behandlungen-und-medizin/sucht/kokain-als-suchtmittel-2015836?tkcm=aaus https://www.edit-magazin.de/gefangen-zwischen-ruhm-und-rausch.html

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